Constitutio Criminalis Juliana


Im Namen Pekars, in der Verantwortung
gegenüber den Ständen und dem cendarischen
Volk, soll das vorliegende juristische Werk die
Rechtssprechung zum Wohle des Reiches festigen.


1. Verschiedene Rechte und allgemeines (Einleitung)
2. Gerichte, Gerichtsstätten und das Recht auf ein Verfahren.
3. Von der Religionsfreiheit, Quaroniten und Anhängern Quarons
4. Beweisfindung und Rechtssprechung
5. Von der Verhältnismässigkeit


Kapitel 1. Verschiedene Rechte


Es gibt im Kaiserreich verschiedene Rechtssysteme und verschiedene Rechtssprechungen. Nachfolgend
sollen einige aufgezählt werden:

  • Das allgemeine Recht, wie es hier niedergeschrieben wurde.
  • Die Rechtssysteme der einzelnen Gebiete des kaiserreiches Cendara, welche das allgemeine Recht ergänzen, nicht aber auser Kraft setzen dürfen.
  • Sonderrechte für bestimmte Völker, Gruppen oder Individuen. Diese Rechte werden von ihrer kaiserlichen Majestät vergeben.
  • Kriegsrecht, welches über ein Gebiet verhängt werden kann, welches sich im Kriegszustand befindet. Das Kriegsrecht kann durch die Lehnsherren verhängt, allerdings von ihrer kaiserlichen Majestät jederzeit aufgehoben werden.
  • Die Rechtsprechung und damit auch die Interpretation der einzelnen Inhalte geschieht durch die Vasallen der Kaiserin. Konkret sind dies: Grafe, Fürste und Herzöge für die Fälle die ihr eigenes Gebiet betreffen.
  • Für Exterritoriale Konflikte kann eine bilaterale oder auf Wunsch der Kontrahenten eine kaiserliche Rechtsprechung erfolgen.
  • Die Entscheidungsgewalt der Kaiserin ist nicht an dieses Recht gebunden. Die Kaiserin und ihre Entscheide stehen immer über jeglichem Rechtsgutachten oder Gerichtsurteil.

Kapitel 2. Gerichte, Gerichtsstätten und Verfahren.


§1. Straftaten sind jegliche gegen Leib oder/und Leben einer Person gerichtete Handlungen sowie
Handlungen, welche die Destabilisierung des Kaisereiches zur Folge haben. Nicht ausschliesslich
aufgezählt beinhaltet dies folgende Tatbestände:
a) Mord, schwere Körperverletzung, vorsätzliche Körperverletzung.
b) Diebstahl, Raub, Brandstiftung
c) Verschwörung und andere konspirative Tätigkeiten, welche das Kaiserreich, ihre kaiserliche
Hoheit, oder von ihrer kaiserlichen Hoheit eingesetzte Vasallen in ihrer Sicherheit gefährden.
d) Falschmünzerei und Fälschung von Urkunden.

Anmerkung 1. In Notwehr begangene Straftaten stellen keine Straftaten nach §1 dar. Im Zweifelsfalle
entscheidet der zuständige Vasall über die verhältnissmässigkeit der begangenen Tat.
Anmerkung 2. Ebenfalls keine Straftat nach §1 stellt die Bestrafung von Straftäter nach §1 dar
Anmerkung 3. Im Kriegsfall gelten besondere Bestimmungen
Anmerkung 4. Grundsätzlich ist bezüglich des Urteils zu unterscheiden zwischen Straftaten die mit
Vorsatz begangen wurden und solchen, die aus fahrlässigkeit entstanden.

§2. Vor einem Gericht (nach §3) klagen kann jede Person männlichen oder weiblichen Geschlechts,
welche die folgenden kumulativ zu erfüllenden Kriterien erfüllt:
a) Die Person gehört der Rasse Mensch, Elf, Zwerg oder einer Mischformen zwischen den eben
geannten Rassen an.
b) Die Person ist entweder adligen Geschlechts oder sie hat 3 Zeugen, welche den guten
Leumund der klagenden Person bezeugen und welche selbst einen einwandfreien Leumund
haben.
c) Ausdrücklich davon ausgenommen sind: Quaroniten, welche als solche zu erkennen sind, oder
sich durch ihre Taten und/oder Worte als solche zu erkennen gegeben haben. Ausserdem ist
Orks, Drows, Trolle, Werwölfe und Vampire sowie Mischformen aus diesen Wesen
ausdrücklich keine Klage vor einem Gericht möglich!


§3. Die Gerichtsbarkeit liegt bei den Lehnsherren des Gebietes, auf welchem die Straftat geschehen
ist. Freiherren haben grundsätzlich keine Blutgerichtsbarkeit, was bedeutet, dass sie keine
Todesstrafen oder andere Leibesstrafen aussprechen dürfen.


§4. Ein Urteil kann an eine nächst höhere Instanz weitergezogen werden, wenn folgende
Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
a) Zehn (10) Personen, welche die Voraussetzungen aus §2 erfüllen, bürgen mit ihrer Ehre für die
angeklagte Person.
b) Die Schuld der Person ist nicht durch unwiederlegbare Beweise bestätigt.
c) Die Schuld der Person ist nicht durch ein Geständnis, welches nicht unter der Folter zustande
gekommen ist, belegt.


Anmerkung 1. Ein einmal gefälltes Urteil kann nur einmal (1 Mal) weitergezogen werden.


Kapitel 3. Religionsfreiheit, Quaroniten und Anhänger Quarons


§5. Die Religionsfreiheit ist im ganzen Reich zu gewährleisten. Keine Person darf zur Ausübung einer
Religion gezwungen werden. Allerdings sind die Fürsten ermächtigt, Gesetze zu erlassen, welche
die Ausübung nicht-pekarianischen Glaubens in ihren Territorien einschränken.


§6. Aus §5 ausgenommen sind ausdrücklich jegliche Religionen, welche Leib und Leben der
Bevölkerung Cendaras oder die Stabilität des Kaiserreiches gefährden. Nicht ausschliesslich
aufgezählt sind dies Quaroniten, Rajaner, Lenoniten und Belarianer.


§7. Anhänger Quarons, welche ihre Religion aktiv betreiben, sind auf der Stelle zu töten. Quaroniten,
welche ihren Irrglauben passiv betreiben, sind zu bekehren und der Kirche Pekars zu übergeben.
Rückfällige passive Quaroniten sind zu töten. Das selbe gilt für alle Religionen, welche in §6
aufgezählt werden sowie allfällige weitere Religionen, welche durch die Kirche Pekars zu
bestimmen sind.


Kapitel 4. Beweisfindung und Rechtssprechung


§8. Folter sollte nur mit äusserster Vorsicht angewandt werden und beim Angeklagten keinen
bleibenden Schaden hinterlassen.


§9. Ein unter Folter erwirktes Geständnis ist von einem Gericht abzulehnen oder zumindest
anzuzweifeln. Ein solches Geständnis ist kein Beweis und kann keine Grundlage für ein Urteil
bilden.


§10. Ein Urteil kann bei neu autretenden Beweisen, Geständnissen oder anderweitig strafrechtlich
relevanter Gegebenheiten revidiert werden.


§11. Eine Straftat kann nur einmal verurteilt werden. Eine weitere Verurteilung ist ausgeschlossen, es
sei denn §10 trete in kraft.


Kapitel 5. Von der Verhältnismässigkeit


§12. Bei der Rechtsprechung sind alle Faktoren, welche zur Tat geführt haben, zu berücksichtigen. So
ist z.B. ein Mundraub anders zu beurteilen als ein Diebstahl, der aus Habgier erfolgte.


§13. Das Urteil ist der Straftat anzupassen.


§14. Bei mehrfach unverhältnismässiger Urteilung eines Gerichtes kann bei ihrer kaiserlichen Majestät
eine Aufsichtsbeschwerde erfolgen und der Gerichtlichen Instanz die Befugnisse entzogen
werden.

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